Hier folgt ein weiterer Artikel meiner Auseinandersetzung mit den Lehren des Gor Timofey Rassadin.
(bitte beachtet den aktuellen Nachsatz am Ende des Artikels)
Rassadin meint, daß die Welt sowieso die letzten zweitausend Jahre auf ihren Untergang zugesteuert hat und für die totale Zerstörung vorgesehen war. Die jetzige Zivilisation hatte die Gelegenheit, alles Schlechte und Destruktive auszuleben, weil es kurz vor Ende des Zeitalters sei und deshalb am Ende die große totale Zerstörung steht, die totale Umformung, nach der nichts übrig bleibt.
Aus dem Grunde wurde sozusagen die Erde die letzten Jahrtausende zum Kaputtmachen und Verramschen an niedere Elemente freigegeben. Und jetzt zum Schluß darf jeder mitmachen beim großen "Kurz- und klein -schlagen".
Was ich von diesen Ideen halte habe ich ja schon mehrfach gesagt. Nun möchte ich darauf hinweisen, welche Form von Menschen durch diese Ideen quasi magisch angezogen werden. Es sind all jene, die ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Leben haben, die voller Haß und Rachegedanken sind, voller Frust und Ohmachtsgefühlen über ihre eigenen verpfuschten oder unerfüllten Existenzen.
Genau mit diesen Energien geht ein Rassadin nämlich in Resonanz. Alle diese jubeln jetzt und "fühlen sich befreit", da sie das Gefühl bekommen, sie dürften jetzt unsanktioniert ihre ganzen negativen Energien entladen. Und genau das lässt Rassadin dann durch seine mit Sicherheit guten Techniken in die Manifestation der Zukunft einfließen.
Ich brauche nicht weiter zu erläutern, dass das mehr als negativ ist.
Rassadins Lehre stimmt an manchen Punkten nicht.
Auch in den letzten Jahrtausenden, im angeblich dunkelsten Zeitalter war alles da. Die Erde und die Natur sind pure Liebe. Die Schönheit dieser Welt ist überall sichtbar. Und bis vor kurzem gab es auch noch große Kunstwerke, von Menschen die diese Schönheit mit ihrer Kunst würdigen wollten.
Das Wissen, die Magie, sie waren immer da. Es ist nicht so wie Rassadin meint, dass man jetzt Wissen aus der Zukunft braucht, denn die neue Welt wird ganz anders sein. Nein, das Wissen unserer Vergangenheit ist auch das Wissen der Zukunft. Und es war immer vorhanden, direkt vor unserer Nase.
Es sind die Märchen und Sagen, die traditionellen Überlieferungen.
Nur wenn ihr sie nicht gesehen habt, oder man sie euch fort genommen hat, heisst das nicht, dass sie nicht da waren. Aber wie viele haben auf die Spötter gehört, auf die Miesmacher, auf die Giftspritzer, auf die "Fortschrittlichen und Realisten", auf die "Klugen", welche die Märchen und Sagen aus den Kinderstuben und Schulbüchern verbannt haben?
Habt Ihr Euch diese Schätze rauben lassen? Das Wissen, die Magie, den Zauber? Die Fähigkeit das Schöne überall zu sehen, und die Erfüllung im Hier und Jetzt zu finden?
Fandet Ihr es bequemer, dem Mainstream zu folgen, und nicht Eurem Herzen, das sich nach Zauber und Schönheit sehnte?
Wahrhaftigkeit. Seid kompromißlos ehrlich zu Euch selbst. Auch das lehrt Gor und das ist goldrichtig. Das unterstütze ich voll.
Aber nur weil Ihr schwach ward und euch habt verführen lassen von der Verlockung des Mainstreams, und die echten Dinge, die schönen Dinge, die Verbindung zum Sein, zum Leben habt nehmen lassen, ist das ein Grund jetzt alles kurz und klein schlagen zu wollen?
Weil Ihr es nicht halten konntet, soll es jetzt auch niemand anders haben ?
Ich komme über den Eindruck nicht hinweg, dass es wirklich so ist, dass sich bei Gor all jene sammeln, die sich nicht dem Ausmaß ihrer Fehler stellen wollen, sondern lieber - bevor alles bewußt wird, eine so totale Vernichtung anstreben, in der dann ihre persönlichen Fehler mit untergehen.
Und das finde ich natürlich nicht ok, das finde ich ungerecht. Ich bin sehr für Gerechtigkeit und ich werde mich dafür einsetzen.
Wenn jetzt eine Auslöschung des Wissens und der Zivilisation kommt, dann wird sozusagen die Schule angezündet bevor die Schüler irgendwas gelernt haben. Klar schreien dann all jene "Hurra" (die Schule brennt), die sich gerne vor ihren Aufgaben gedrückt haben.
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Ergänzung vom 12.Juni 2016
Ich möchte nicht, daß meine Meinungsäusserung als etwas Feindseliges zu Gor und zu seiner Mission angesehen wird. Es ist meine Meinung und ich habe mich entschieden, in eine etwas andere Richtung zu gehen, eine andere Realität zu aktivieren als es Gor in seinen Seminaren und Vorträgen entwirft.
In meiner Vision gibt es den Übergang, aber in Wertschätzung vor der Natur, der Erde und dem Werk unserer Ahnen, die ihr Wissen, ihre Hoffnung, ihr Blut, Schweiß und Tränen in den Aufbau der Zivilisation hineingesteckt haben, damit ihre Nachfahren "es einmal besser" haben sollten.
Ihr aufbauendes, liebendes Werk zu zerstören will mir nicht in den Sinn. Deshalb werde ich eine andere Zukunftsvision aktivieren.
Das ist alles, jeder ist frei seine Richtung zu wählen, seine Welt zu manifestieren. Ich bin Gor dankbar für das, was er an Wissen gibt und teilt, und dafür dass er gleichsam einen Weckruf gestartet hat, er hat sehr vieles in Bewegung gesetzt und das ist großartig, es ist ein großes Geschenk an uns alle.